Neu: SALAMANDER
Von Undinen raunt der alte Arzt Paracelsus, dass sie wie Frauen seien, aber noch schöner und anatomisch anders. Die Studentin, die von Berlin nach Freiburg zieht zu ihrem Großonkel Harry, die heißt nicht nur Undine, sondern erfüllt auch die anderen sagenhaften Bedingungen, als verkappte „SheMale“, als „LadyBoy“, aufs Schönste getarnt. Nach Freiburg folgen ihr zwei "Verehrer", ein Amerikaner und ein Deutschtürke, das wird eine feuergefährliche Liebesgeschichte, die mit Mord endet. Der dichtende alte Onkel ist fassungslos. Bundesanwaltschaft verlangt von ihm, dass er die Abläufe schriftlich rekonstruiert. Was er notiert, wird im Wechsel der Perspektiven wie ein Ritt über den Bodensee. Nur der Leser weiß, was sich anbahnt. Es geht ums Ganze, ums Sterben, auch um 1848, um Frei-Burg und um die digitale Revolution. Auch um das, was zwischen Mann und Frau ist. Es geht um Lust am Anderssein und um Angst. "Dazwischen aber geht es hoch her" (WAZ). "Inspirierende Wortgefechte" (Badische Zeitung), "Unterhaltsam. Sehr sympathisch" (Stuttgarter Ztg.), "Lesevergnügen" (Südd.Zeitg.), "Lodemann hat den Roman zu Deutschlands neuer Musterstadt geschrieben" (WELT. Gemeint ist Freiburg. Siehe auch: "Bücher").
Jürgen Lodemann (gezeugt wegen Hitler, "dem du danken kannst, dass du lebst" (siehe "Dokumente")), geboren 1936 in Essen, Studium in Freiburg (Philosophie, Literatur, naturwissensch. Geographie), Staatsexamen und Promotion ("Bürgerlichkeit"), 30 Jahre Filmemacher (siehe "Filme") und Moderator beim Fernsehen in Baden-Baden (heute SWR).
Erfand 1975 gegen die Bestsellerlisten die „Bestenliste“, die noch heute wirksame Qualitätsliste der deutschsprachigen Literaturkritik, mit potentiell 100 Juroren aus Österreich, Schweiz und der Bundesrepublik (genehmigt wurden nur 35).
Debut als 39jähriger mit „Anita Drögemöller und die Ruhe an der Ruhr“, dem ersten Roman mit reinem Ruhrdeutsch. Stern: "Schreibtischwüstling". Max von der Grün: „Die deutsche Literatur ist arm an solchen Büchern, die so leicht zu lesen sind und doch einen ernsten sozialen Hintergrund vermitteln.“
1980 „Ahnsberch, Volksstück über die Räuber an der Ruhr". Ein Jahr lang in Peymanns „Bochumer Ensemble“. Der Traum vom autonomen Ruhrgebiet.
1985 „Essen Viehofer Platz“, Roman. Das Ruhrrevier als Modellfall von Medienmafia und Prekariat. Volker Hage (damals FAZ): „...Und der Erotik wird in der deutschen Literatur endlich wieder zu ihrem Recht verholfen: Lodemann versteht es ...“
2000 "Lortzing" (672 Seiten) , der 1848er, der Texter, der Theatermusiker, gipfelnd in Text und Musik zur Freiheits-Oper "Regina" von 1848, in der frühesten aller Arbeiter-Opern.
2002 „Siegfried und Krimhild. Die Nibelungenchronik“ (896 Seiten), gemäß Heiner Müllers „die Nation beerdigen“. Nach ältesten Quellen erweist sich die Nibelungensage als europäischer Stoff. Altgermanist Otfrid Ehrismann: „ . . . hat dem Nibelungenmythos eine neue und zukunftsfähige Würde gegeben.“ (Siehe: "Medien-Echos")
Eva Willermann (Münster): "Lodemann liest hinreißend".
2008 "Paradies, irisch", Aufstieg und Sturz der westlichsten Stadt Europas. Im 800jährigen Krieg Englands gegen Irland schafft die atlantische Hafenstadt Galway früh Bürgerrechte, eine Friedens-Insel, ein Wirtschaftswunder in einem Biotop der Lebenskünste. Den Absturz der Stadt und der Dynastie Lynch in diesem historischen Roman bezeichnete Erich Fromm als "Tragedy of justice". Deutschlandradio Kultur: "meisterlich".